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Schwarzrückenspecht

Eine Art der Picoides
Wissenschaftlicher Name : Picoides arcticus Gattung : Picoides

Schwarzrückenspecht, Eine Art der Picoides
Botanische Bezeichnung: Picoides arcticus
Gattung: Picoides
Schwarzrückenspecht (Picoides arcticus) Photo By Francesco Veronesi , used under CC-BY-SA-2.0 /Cropped and compressed from original

Beschreibung

Der Schwarzrückenspecht (Picoides arcticus) ist ein mittelgroßer Specht aus der Gattung Picoides innerhalb der Unterfamilie der Echten Spechte (Picinae). Wie bei seinen nahen Verwandten, dem Fichtenspecht (Picoides dorsalis) und dem Dreizehenspecht (Picoides tridactylus), ist die nach hinten gerichtete, bei den meisten anderen Kletterspechten zwar vorhandene, aber weitgehend funktionslose erste Zehe nicht ausgebildet. Der Schwarzrückenspecht kommt im nördlichen Nordamerika in einem breiten Gürtel von der Pazifik- bis zur Atlantikküste vor. Obwohl die Art nirgendwo häufig ist, scheint sie zurzeit nicht gefährdet zu sein. Es werden keine Unterarten beschrieben.
Größe
24 cm (9.5 in)
Farben
Schwarz
Gelb
Grau
Weiß
Nistplatz
Höhle
Gelegegröße
2 - 6 Eier
Nestlingsphase
22 - 26 days
Ernährungsgewohnheiten
Schwarzrückenspechte sind spezialisierte Hackspechte, deren Nahrung hauptsächlich aus Larven von Bockkäfern und Prachtkäfern besteht. Daneben können regional andere Holzschädlinge, wie zum Beispiel der Bergkiefernkäfer und dessen Larven eine große Rolle spielen. Quantitativ unbedeutend sind andere Invertebraten wie Rüsselkäfer, Zikaden, Blattläuse, Ameisen, Schmetterlinge und Spinnen. Vegetabile Nahrung in Form von Beeren, Früchten und Baumsamen wird aufgenommen, macht aber weniger als 10 Prozent der Gesamtnahrungsmenge aus. Der Großteil der Nahrung wird durch Hacken und Bohren gewonnen. Dabei lösen Schwarzrückenspechte großflächig die Rinde von den Nahrungsbäumen und hämmern danach die Fraßgänge der holzbewohnenden Käferlarven auf. Die losgelösten Rindenstücke sind oft ein wichtiger Hinweis auf die Anwesenheit dieser Spechtart. Dabei werden brandgeschädigte Bäume, die sehr schnell von Holzschädlingen besiedelt werden, bevorzugt aufgesucht. Absuchen von Stamm- und Ästeoberflächen sowie Jagd am Boden spielen in den Nahrungserwerbsstrategien dieser Art nur eine untergeordnete Rolle.
Lebensraum
Die Art ist weitgehend, aber nicht ausschließlich, an feuer- oder windbruchgeschädigte boreale und montane Nadelwälder gebunden. Er folgt den Massenvermehrungen holzbohrender Käferarten, die sich oft an solche Ereignisse anschließen. Schwarzrückenspechte können dann in Gebiete einwandern, in denen sie jahrzehntelang fehlten. Die Baumzusammensetzung seines Lebensraum ist sehr variabel; eine besondere Bevorzugung einer bestimmten Baumart ist nicht festzustellen. Meist besiedelt die Art Wälder, die aus verschiedenen Fichtenarten, Föhren, Lärchen, im Bereich der Großen Seen auch aus Lebensbäumen zusammengesetzt sind. Schwarzrückenspechte gehören zu den ersten Vögeln, die brandgeschädigte Waldgebiete wiederbesiedeln, oft schon wenige Monate nach dem Waldbrand. Sie zählen neben dem Dunenspecht und dem Fichtenspecht zu jenen Spechtarten, die besonders stark von solchen Ereignissen profitieren. Meist verbleiben sie einige Jahre in diesen Regionen, bevor sie weiterziehen. Bevorzugt werden Gebiete, die sowohl alte, naturbelassene Nadelwälder als auch Brand – oder Windwurfflächen oder durch Holzeinschlag entstandene Lichtungen aufweisen. Stehendes und liegendes Totholz ist ein wesentliches Requisit eines geeigneten Habitats. In ungeschädigten, naturbelassenen Nadelwäldern brütet die Art ebenfalls, erreicht dort aber nicht die Siedlungsdichten wie in den von Bränden oder Stürmen heimgesuchten Optimalhabitaten. Zur Reviergröße bestehen nur wenige aussagekräftige Angaben. Schwarzrückenspechte dürften einen relativ großen Raumbedarf haben. In Idaho wurden 72 Hektar ermittelt, in Oregon 124 Hektar und in Vermont 61 Hektar. Mit zunehmendem zeitlichen Abstand zum Brandereignis nimmt der Raumbedarf dieser Spechtart signifikant zu und kann schließlich über 500 Hektar betragen.
Ernährungsform
Insektenfressend

Migrationsübersicht

Schwarzrückenspechte scheinen keine regelmäßig wiederkehrenden Wanderungen zu unternehmen, sind aber dennoch in hohem Maße mobil und imstande irruptiv über weite Distanzen zu migrieren. Dabei folgen sie meist Massenvermehrungen verschiedener holzbohrender Käferarten. Auch in Waldbrandgebiete wandert diese Spechtart sehr schnell ein, meist auch dann, wenn zuvor in der weiteren Umgebung keine Brutvorkommen vorlagen. Irruptive Wanderbewegungen können die Art relativ weit nach Süden führen, so wurden 1974/75 über 400 Schwarzrückenspechte deren Brutgebiete im südlichen Québec und Ontario lagen, fast 600 Kilometer südlich in Pennsylvania festgestellt. Bei ungünstigen Wetter- und Nahrungsbedingungen scheinen Schwarzrückenspechte relativ rasch und in der Richtung variabel in günstigere Gebiete zu verstreichen. Sie können dann auch in Stadtgebieten und Parks erscheinen.

Allgemeine Infos

Verhalten

Wie alle Echten Spechte sind auch Schwarzrückenspechte tagaktiv. Über Aktivitätsgipfel und Ruhepausen liegen jedoch keine Beobachtungen vor, auch zum Komfortverhalten fehlen detaillierte Angaben. Eine kleine Untersuchung aus Oregon deutet darauf hin, dass Schwarzrückenspechte eher an geschützten Stellen im Freien übernachten als in einer Schlafhöhle. Während der Vorbrutzeit und der Brutzeit behaupten Schwarzrückenspechte zumindest die Kernzonen ihrer meist sehr großen Reviere sowohl gegenüber Artgenossen als auch gegenüber Nahrungs- und Höhlenkonkurrenten. Über die außerbrutzeitlche Territorialität liegen keine Angaben vor. Verhaltenselemente in antagonistischen Situationen sind die spechttypischen Drohgesten wie Kopfvorstrecken, Kopfschwenken und Flügelschlagen, oft begleitet von verschiedenen kurzen und schrillen Rufen und Trommeln. Gelegentlich kommt es, vor allem unmittelbarer Nähe des Höhlenbaumes, auch zu direkten körperlichen Attacken. Außer gegenüber Artgenossen verhalten sich Schwarzrückenspechte auch gegenüber anderen Spechtarten wie dem Haarspecht, dem Weißkopfspecht und dem Fichtenspecht sehr aggressiv. In direkten Auseinandersetzungen mit dem Haarspecht ist der Schwarzrückenspecht meist unterlegen, während er sich gegen die anderen beiden Spechtarten in der Regel durchsetzen kann. Sehr sensibel reagiert der Schwarzrückenspecht auch auf die Anwesenheit von Arten aus der Gattung der Hüttensänger, sowie auf die von Sumpfschwalben. Der europäische Star spielt als Nistplatzkonkurrent noch keine große Rolle.

Verbreitung

Der Schwarzrückenspecht ist im nördlichen Nordamerika weit verbreitet. Seine Vorkommen reichen von Alaska im Westen in einem breiten Gürtel ostwärts bis Neufundland. Die südlichsten Verbreitungsgebiete liegen von West nach Ost im nördlichen und zentralen Kalifornien, im nördlichen Wyoming und Wisconsin, in den Black Hills von Süddakota, sowie in den nördlichen Bereichen der Bundesstaaten New York und Maine. Im zentralen und südlichen Bereich der Rocky Mountains kommt der Schwarzrückenspecht nicht vor. Das Hauptverbreitungsgebiet des Schwarzrückenspechtes liegt in der submontanen und der montanen Zone. In den Rocky Mountains dringt er auch in die subalpine Zone vor, dort sind Brutvorkommen nahe der Baumgrenze um 3000 Meter bekannt. Vor allem im Osten seines Verbreitungsgebietes kommt er auch in Tieflandgebieten und auf Meeresniveau vor.

Arten-Status

Auf Grund der unbeständigen Verbreitungscharakteristik dieser Art ist die Bestandssituation nur schwer einzuschätzen, wird aber insgesamt für stabil gehalten. Regional erheblichen Bestandsabnahmen stehen Bestandszunahmen in anderen Gebieten gegenüber. Die Art scheint zurzeit in keiner überregionalen Gefährdungsliste auf. Der Gesamtbestand wird auf über 1,3 Millionen Individuen geschätzt. Bessere Waldbrandbekämpfung, vor allem aber rigorose Kahlschlägerungen nach Waldbränden sind neben allgemeiner Habitatzerstörung und großflächigem Insektizideinsatz zur Bekämpfung von baumschädigenden Insekten die wesentlichsten Gefährdungsursachen.
Schwarzrückenspecht (Picoides arcticus) Schwarzrückenspecht (Picoides arcticus) Photo By Francesco Veronesi , used under CC-BY-SA-2.0 /Cropped and compressed from original

Scientific Classification

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